15.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Sonntag, 15. März

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Von Cassio nach Berceto

Die heutige Etappe ist kurz, etwa 4 Stunden. Die Überquerung des Apennin wird auf rund 1100 Meter führen und 28 Kilometer lang werden. Da ist es gut, die Kräfte einzuteilen. Die Landschaft erinnert an die Cevennen: Bewaldete Hänge, tiefe Täler, sehr einsam. Der halbe Pausentag tut gut, die letzte heiße Woche steckt noch in den Knochen. So verweile ich einfach in dem kleinen Bergort.

Ein Impuls

Sonntage sind auch solche Verweilzeiten. Wie kleine Inseln im Fluss der Woche geben sie Möglichkeit zur Rast. Gott ist gegenwärtig, an jedem Tag, bei jedem Atemzug. Doch ist es hilfreich, sich ab und zu an diese Gegenwart zu erinnern und sich bewusst in sie hineinzustellen. „Überdies hast du, Gott, die Ewigkeit in alles hineingelegt,“ schreibt Kohelet am Ende seines Gedichtes über die Zeit. Vielleicht magst du dir etwas Zeit schenken und der Ewigkeit nachspüren.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Segen, ein Segen aus Psalm 17: Ich rufe zu dir, Gott, du wirst mich erhören. Birg mich im Schatten deiner Flügel.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.