12.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Donnerstag, 12. März

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Von Piacenza nach Fidenza

Das erste Stück macht der Bus, weil die Wegführung zu Beginn an einer mehrspurigen Straße entlangführt. Dann geht es weiter durch die Ebene. Ich treffe meine Pilgerfreunde, die schon ein paar Mal die falsche Abzweigung genommen haben und so vor einem Kanal standen, wo es nicht weiterging. Gemeinsam und mit Hilfe der Karte – wie gesagt, das war vor der GPS – Navigation – finden wir den Weg. Auch wenn von Weitem schon der Kirchturm von Fidenza zu sehen ist, ist das nur eine grobe Richtung, aber wir kommen am Ziel dieses Tages an.

Ein Impuls

Manchmal passiert es mir, dass ich eine genaue Vorstellung meines Tages habe. Doch kaum, dass er begonnen hat, ändert sich die Wegführung. Dieser Termin fällt aus (danke für die Zeit, hätte aber gestern nicht so viel dafür tun müssen), dafür kommt eine Anfrage, die sich nicht umgehen lässt und die freigewordene Zeit mehr als ausfüllt. Ein schwieriger Termin entpuppt sich als gar nicht so schwer und irgendwie komme ich am Ende des Tages an. Po – Ebene oder ein ganz normaler Tag gleichen der Wüstenwanderung des Volkes Israel, deren Weg verschlungen verlief. Nicht immer war Gottes Gegenwart spürbar – und doch war er da. An einem Tag, der anders verläuft, und auf dem Weg nach Fidenza auch: Es war ein heißer Tag und bei der Rast unter einem der wenigen Bäume kam ein Bauer vorbei, der uns frisches Wasser brachte.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht sehen: Nimm dir etwas Zeit, vielleicht 5 Minuten, um etwas Natürliches anzuschauen. Nur schauen, nichts weiter wollen oder erklären: einen Baum, eine Blume, die Wolken …

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.