
Dienstag, 10. März
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Von Miradolo Terme nach Calendasco
Heute geht es zum großen Fluss, wie wir ihn aus den Don Camillo Filmen kennen. Doch auch der heutige Weg will gegangen werden. Ich laufe eine gute Strecke auf dem Damm. Den letzten Abschnitt in forschem Tempo. Ich habe eine Gelegenheit, mit einem Boot übersetzen, muss aber in 90 Minuten am Anleger sein. Ich schaffe es pünktlich und der Fährmann, der diesen Service privat für Pilger bietet, nimmt mich an Bord. Breit ist der Fluss Po und träge fließt er dahin. Das Ziel am anderen Ufer liegt flussabwärts, so dass die Bootstour länger dauert. Nach einem Plausch bei seinem Haus verabschiede ich mich vom Fährmann und gehe noch ein kleines Stück bis Calendasco, kurz vor Piacenza.
Ein Impuls
Wenn dein Tag heute ein Fluss wäre, wie würde er fließen oder ist geflossen? Von Stromschnellen bis gemächlich. Welche Anlegestellen gab es? Und es kann gut sein, dass der Fährmann, die Fährfrau, Gottes Geist war, die durch den Fluss des Tages mit dir geschippert ist.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht gute Orte: Für ein paar Minuten sich bequem setzen. Den Atem wahrnehmen und die Gedanken ziehen lassen. Sich vom Atem in die Körpermitte einladen lassen. Vielleicht ist es dort ganz angenehm? Oder an einer anderen Stelle? Ein guter Ort kann sich zeigen, manchmal auch nicht. Es geschehen lassen. Verweilen. Und mit einem guten Atemzug vom Innen ins Außen kommen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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