
Montag, 9. März
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Von Pavia nach Miradolo Terme
Weiter geht es durch die Po – Ebene, die stellenweise an einen englischen Landschaftsgarten erinnert. Bäume stehen in Gruppen zusammen, dazwischen finden sich Wiesen und Wege, die von Gebüsch gesäumt sind. Die letzten Kilometer bis zur Unterkunft führen an einer Straße entlang, so dass ich froh bin, am Ziel angekommen zu sein. Beim Abendessen im Hotel bin ich nicht der einzige Gast. Am Nachbartisch sitzt ein Ehepaar. Sie laden mich an ihren Tisch ein und wir kommen ins Gespräch. Auch sie sind Pilger auf der Francigena. So lerne ich Esther und Hans kennen und in den nächsten Wochen werden wir uns immer wieder begegnen. An dieser Stelle sende ich einfach einen lieben Gruß an die beiden in die Schweiz.
Ein Impuls
Die Begegnung mit den beiden war ein Geschenk für uns alle drei. Auch wenn wir selten zusammen am Tag unterwegs waren, so haben wir uns gerne abends getroffen, oft ungeplant, weil wir nie so genau wussten, wie weit die nächste Etappe geht. Dankbar bin ich für diese Begegnung. So ergibt sich der Impuls für heute: Mit Dankbarkeit auf Freundinnen, Freunde und Menschen zu schauen, die einen im Leben begleitet haben und begleiten.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht einen Rhythmus: Gehen. Innehalten. Atmen. Noch einen Moment warten. Weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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