8.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Sonntag, 8. März

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Von Garlasco nach Pavia

Weiter geht es durch die Ebene, wobei sich die Reisfelder zurückziehen. Es gibt ein kleines Wäldchen, sogar einen kleinen Hügel. So komme ich an den Fluss Ticino und nach Pavia. Den Ticino kenne ich aus Familienurlauben als reißenden Gebirgsfluss. Hier ist er zu einem breiten Strom geworden, der träge dahinfließt.

Ein Impuls

Der Fluss hat sich verändert und um Veränderung geht es auch in der 1. Lesung dieses Sonntags: Mose und das Volk ziehen durch die Wüste. Die Stimmung droht zu kippen, das Volk murrt und Mose klagt zu Gott. Auch er ist am Ende seiner Kraft. Die Euphorie des Aufbruchs hat sich verändert. Mit seinem Stab, mit der er das Meer geteilt hat, soll er nun an den Felsen schlagen. Eine zweite Veränderung geschieht. In der Wüste lebendiges Wasser. Die Veränderung Gottes zielt auf das Leben – in Fülle.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Atem: Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie du ausatmend etwas lassen kannst.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.