28.2.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Samstag, 28. Februar

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Von Châtillon nach Verres

Der Weg mäandert durch das Tal. Ich folge den Markierungen und habe den Eindruck, dass ich mit der Kirche ums Dorf geführt werde. Immerhin bleiben mir Aufstiege auf die Talseiten erspart. Unterwegs treffe ich auf einen anderen Pilger, der schon nach Santiago gepilgert ist. Die Francigena ist für ihn eine Herausforderung, weil sie so anders als der Camino ist. Zumindest 2009 war es so. Es gab kaum eine Infrastruktur, nur wenige Pilger waren unterwegs und die Wegführung mitunter rudimentär.

Ein Impuls

Ich konnte nicht vergleichen, das erwies sich als Vorteil. Natürlich hatte ich auch eine Vorstellung, aber doch nicht so genau, dass sie mir sagte, wie das Pilgern zu sein habe. Das entstand unter den Schritten. Der Rhythmus findet sich im Hören auf sich selbst und im Hören auf den Weg. Auch dieser Tag heute wird seine Wege haben, im wörtlichen und übertragenen Sinn. Vielleicht führen sie dich mit der Kirche ums Dorf, vielleicht sind sie ganz angenehm. Vielleicht passt deine innere Karte des Tages, vielleicht auch nicht. Dem Tag folgen. Gehe einfach den Weg dieses Tages. Einen Tag auf einmal.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht einen Rhythmus: Gehen. Innehalten. Atmen. Noch einen Moment warten. Weitergehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.