20.2.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Freitag, 20. Februar

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Von Vevey nach Villeneuve

Einlaufen. Weiter geht es am Genfer See und durch die Weinberge Richtung Montreux. Das soll ein Etappenort sein. Doch ist mir die Etappe zu kurz, ich kann und will noch weiter gehen. Außerdem ist mir der Ort zu aufgedonnert und voll. Wanderklamotten und Rucksack kontrastieren zu den Menschen auf der Promenade mit ihren dicken Goldketten und teuren Uhren und den Klamotten aus den teuren Boutiquen. Der kleine Ort Villeneuve am Ende des Genfer Sees erweis sich als gute Wahl.

Ein Impuls

Ein langer Tag im Büro, es geht mit der S-Bahn nach Hause. Mal steige ich wie immer aus, mal auch eine Station eher, einfach sich noch etwas bewegen. Die Entscheidung fällt meistens spontan, je nach Laune, Spüren und nach dem Wetter auch, kurzum, ob es passt oder nicht. Das ist ähnlich wie in Montreux, wo Weitergehen angesagt war, weil es einfach nicht passte. Du kannst auf diesen oder die letzten Tage schauen: Wo hat etwas gepasst, wo nicht? Vielleicht magst du auf etwas schauen, eine Kleinigkeit nur, was in den nächsten Tagen mehr Aufmerksamkeit bekommen soll, dass es besser passt.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Achtsamkeit: Gönne dich ein wenig dir selbst. Nimm wahr, wie es jetzt ist. Schenke dir einen freundlichen Blick. Lass den Atem strömen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.