
Donnerstag, 19. Februar
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Von Lausanne nach Vevey
Die ersten Schritte. In der Touristeninfo von Lausanne bekomme ich den ersten Stempel – der Anfang ist gemacht. Zunächst führt der Weg immer am See entlang, bevor er einen Ausflug in die Weinberge macht. Die erste Strecke werde ich begleitet, doch dann kommt der Moment des Abschieds. Eine Umarmung und ein Segen, aus Psalm 121: „Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wenn du wiederkommst.“ So gesegnete geht es weiter auf der ersten Etappe. Ob ich schaffe, worauf ich mich eingelassen habe? Ich gehe einfach und versuche, einen Rhythmus zu finden.
Ein Impuls
Den Rhythmus finden, das hat eine Weile gebraucht. Hilfreich war, einfach Tag für Tag zu gehen. Wie die Fastenzeit verläuft, ob Ziele erreicht werden, das ist jetzt, am Anfang, noch ungewiss. Es braucht die Zeit, den je eigenen Rhythmus zu finden. Vielleicht ist es gut, auf den Tag zu schauen, auf seine Beschäftigungen und seine Pausen, und ihm einen Rhythmus zu geben versuchen. Bei all dem, sich gesegnet wissen, am Morgen und am Abend. Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wenn du wiederkommst.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht Rast: Sich eine Pause gönnen. Den Ort wahrnehmen, an dem du bist, als würdest du ihn zum ersten Mal sehen. Dann nimm dich wahr an diesem konkreten Ort, dem Wohnzimmer, der Parkbank, im Bus … Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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