18.2.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Mittwoch, 18. Februar

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Aufbruch nach Lausanne

Das erste Ziel des Pilgerweges ist der Startpunkt. Um ihn zu erreichen, brauchte es nicht nur die Anfahrt, sondern ein wenig Vorbereitung war notwendig. Was nehme ich mit? Und vor allem: Was nehme ich nicht mit? Schließlich will jedes Gramm getragen werden. Einmal Kleidung zum Wechseln, ganz leichte Schuhe für die Etappenziele, um nicht nur die Wanderschuhe zu haben, auf dünnem Papier ausgedruckt die Karten für Italien (2009 war GPS-Navigation nicht verbreitet), ein kleines Tagebuch und ein Büchlein für die Stempel, die Bibel und noch ein paar andere Dinge. Vielleicht immer noch viel, im Rückblick weiß ich, dass ich gut gewählt hatte.

Ein Impuls

Fastenzeit ist wie eine Pilgerreise, bei der ich mich auf Notwendiges fokussieren kann. Askese ist kein Selbstzweck. Es ist eher wie beim Pilgern, dass ich mich frage: Was kommt in den Rucksack? Auf dem Weg nach Rom war es vielleicht einfacher, weil klar war: Da passt nicht viel hinein. Die Frage, was lasse ich zurück, hat eine Schwester: Was brauche ich, was nehme ich mit? Vielleicht mit diesen beiden Fragen heute in die Fastenzeit starten: Was brauche ich? Und was lasse ich zurück? Der Verzicht ist eine Chance, leichter zu werden. Und freier.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Atem: Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie du ausatmend etwas lassen kannst.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.