Sonntag, 15. Februar
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Ein anderer Weg
Valentinstag, Karnevalswochenende, Winterspiele, an diesem Wochenende ist einiges los. Freitag der dreizehnte war auch, aber der scheint glimpflich verlaufen zu sein. Beim Blättern in der Zeitung findet ein Artikel meine Aufmerksamkeit, der sein Erscheinen dem Valentinstag zu verdanken hat. Es geht um die Hohenzollernbrücke in Köln, genauer um die vielen Schlösser, die dort angebracht sind. Staunend lese ich, dass es gut eine halbe Million sein sollen. Jedes Schloss steht für ein Paar, das sich hier irgendwie seiner Liebe, der Hoffnung auf Zukunft versichert hat oder einfach dankbar für den Gegenwartsaugenblick war. Am Ufer kann man sein Schloss gravieren lassen, oben an der Brücke wird es angeschlossen und der Schlüssel im Rhein versenkt. Die Hoffnung auf der Brücke wiegt im Wortsinne tonnenschwer.
Ein Impuls
Nicht jede Beziehung wird gehalten haben. Manche schon. Einige haben vielleicht eine besondere Qualität bekommen durch dieses Ritual, das auch zweischneidig ist, denn das Schloss ist abgeschlossen, eine Beziehung jedoch nicht. Man kann es romantisch oder kitschig finden. Ein kleines Schloss, die Hoffnung von Menschen, für sich nicht viel, in der Summe überwältigend. Vielleicht magst du heute der Hoffnung nachspüren wollen, welchen Klang, welche Resonanz hat dir dieses Wort: „Hoffnung“?
Verweilen in der Gegenwart
Eine kleine Pause machen. Die Augen schließen. Den Atem wahrnehmen. Sich von Gottes Atem umfangen lassen. Ausatmen und die Augen öffnen. Den nächsten Schritt machen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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