5.2.26 Auf einem anderen Weg – Spiritualität des Alltags. Blog und Podcast

Donnerstag, 5. Februar

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Ein anderer Weg

An einem neuen Ort. Die missionsärztlichen Schwestern laden einmal im Monat zu einem besonderen Gottesdienst ein, den sehr oft ich feiern darf. Bisher fand er in der Meditationskirche Heilig Kreuz statt. Da sie eine andere Bestimmung erhalten soll, mussten wir umziehen. Die Pfarrei St. Bonifatius hat uns aufgenommen. Auch hier ein schöner Kirchenraum, die Menschen haben den Weg nach Sachsenhausen gefunden und es war gestern eine stimmige Feier. Zugleich ist noch vieles ungewohnt, wie man die Stühle am besten stellt, wo was in der Sakristei ist. Andere Wege bedeuten eine Neuorientierung. Das habe ich ganz wörtlich erfahren. Bisher konnte ich den Sender des Headsets, also des Mikrofons, mit der rechten Hand bedienen. Bonifatius hat ein anderes Modell, ich muss es mit der Linken ein- und ausschalten. Keine große Sache. Und doch ertappe ich mich dabei, wie immer wieder die Rechte den Sender bedienen will. Macht der Gewohnheit.

Ein Impuls

Gewohnheiten sind gut, weil sie das Leben erleichtern und strukturieren. Gerade im geistlichen Leben kann es sehr hilfreich sein, sich in eine Regelmäßigkeit einzuüben. Ungefähr dieselbe Uhrzeit, ein gleicher oder ähnlicher Ablauf. Doch kann die Gewohnheit auch die Macht übernehmen. Das spürt man dann, wenn etwas beginnt, sich leer zu laufen. Vielleicht magst du heute einmal den Gewohnheiten Aufmerksamkeit schenken. Passt es so? Ist etwas unbemerkt verloren gegangen? Vielleicht an einer Stelle mal etwas ändern? Die Kreativität des Geistes kann so Raum bekommen.

Verweilen in der Gegenwart

Eine kleine Pause machen. Die Augen schließen. Den Atem wahrnehmen. Sich von Gottes Atem umfangen lassen. Ausatmen und die Augen öffnen. Den nächsten Schritt machen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.