Sonntag, 1. Februar
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Ein anderer Weg
Wendemanöver. Die Regionalbahn fährt in Wiesbaden – Ost ein. Dort bleiben wir auf dem Gleisfeld stehen. Ich schaue aus dem Fenster und bin irritiert. Eine S – Bahn mit dem Ziel Frankfurt, so steht es am Zug, fährt vorbei, und zwar in die gleiche Richtung, in die wir bisher gefahren sind. Merkwürdig, habe ich irgendwie die Orientierung verloren? Kurz darauf setzt sich die Bahn wieder in Bewegung und ich beginne zu verstehen. Der Halt in Wiesbaden – Ost dient dazu, die Richtung zu ändern. Wir fahren ein Stück zurück, um dann den Abzweig nach Mainz zu nehmen. So wenden Züge.
Ein Impuls
Kehrt um! Mit diesen Worten beginnt Jesus seine Zeit als Wanderprediger. Richtet euch neu aus, findet den richtigen Abzweig. Als Motivation gebraucht Jesus keine Drohungen. Vielmehr weist er auf ein Ziel hin, das schon sehr nahe ist und das sich wirklich lohnt. Das Himmelreich ist nahe. Alltagswege sind oft eher wie ein verschlungenes Gleisfeld. Das macht es nötig, ab und zu innezuhalten, die Richtung zu überprüfen und gegebenenfalls umzukehren.
Verweilen in der Gegenwart
Eine kleine Pause machen. Die Augen schließen. Den Atem wahrnehmen. Sich von Gottes Atem umfangen lassen. Ausatmen und die Augen öffnen. Den nächsten Schritt machen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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