Sonntag, 25. Januar
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Ein anderer Weg
Aus Psalm 139:
Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, wohin vor deinem Angesicht fliehen?
Wenn ich hinaufstiege zum Himmel - dort bist du; wenn ich mich lagerte in der Unterwelt - siehe, da bist du.
Nähme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.
Ein Impuls
Gott ist kein allwissender Beobachter, der misstrauisch alles ausforscht. Vor solch einem Gott müsste man fliehen. Für den Psalm ist Gott einfach da, einfache Gegenwart. Es ist eine wohlwollende Gegenwart, die leitet und die ergreift, die einen hält. Uns Menschen fällt es manchmal schwer, gegenwärtig zu sein. Dann fliehen wir, bis ans Ende des Meeres, manchmal sogar, ohne es zu bemerken. Dann sind wir auf einem ganz anderen Weg unterwegs. Und dennoch: Gott, dort bist du.
Verweilen in der Gegenwart
Eine kleine Pause machen. Die Augen schließen. Den Atem wahrnehmen. Sich von Gottes Atem umfangen lassen. Ausatmen und die Augen öffnen. Den nächsten Schritt machen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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