Mittwoch, 14. Januar
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Ein anderer Weg
Bodennebel. Ich war den Tag über in Limburg und fahre am Nachmittag mit dem Auto zurück nach Frankfurt. Der Weg ist nur zu bekannt. Als ich bei Niedernhausen die Taunushöhen verlasse und in die Ebene komme, ändert es sich. Rechts und links liegt auf den Feldern dichter Bodennebel. Er schwebt leicht über dem Boden und ist nach oben scharf begrenzt. Es sieht ein bisschen nach Trockeneisnebel aus, wie aus einem alten Schwarzweißfilm.
Ein Impuls
Es ist das Unerwartete, das einen vertrauten Weg anders machen kann. Ich bin überzeugt, dass Gott oft Unerwartetes tut. Wir halten uns gerne an das Gewohnte. Das ist auch nicht einfach schlecht. Doch zu sehr darin eingerichtet, kann es mit dem Glauben passieren, dass wir ihn „zu einer Turnübung“ machen, wie Madeleine Delbrêl es einmal formuliert hat. Welche kleine Aufmerksamkeit des Geistes mag sich heute zeigen?
Verweilen in der Gegenwart
Eine kleine Pause machen. Die Augen schließen. Den Atem wahrnehmen. Sich von Gottes Atem umfangen lassen. Ausatmen und die Augen öffnen. Den nächsten Schritt machen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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