2.1.26 Weihnachtsklänge – Blog und Podcast in der Weihnachtszeit

Freitag, 2. Januar

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Weihnachtsklang

Am Neujahrstag war ich im Park Schönbusch bei Aschaffenburg. Das ist ein weitläufiger englischer Landschaftspark aus dem 18. Jahrhundert. Jetzt, im Winter, hält er sozusagen still. Der Teich ist von einer Eisschicht bedeckt und die kahlen Bäume erlauben Durchblicke, die sonst nicht möglich sind. Feiner Reif liegt auf dem Gras am Wegesrand wie ein Spitzendeckchen. Ich komme an der Orangerie vorbei. Sie ist der Rückzugsort für die empfindlichen Pflanzen. Ich schaue durch die Scheiben und sehe die Zitrusbäumchen aufgereiht stehen An einigen hängen grüne Früchte.

Ein Impuls

Weihnachtsklänge und -lieder jubeln nicht nur über die Geburt. Sie sehen auch das, was werden kann. So gesehen ist die Orangerie ein Weihnachtsklang. Sie lässt sehen, was werden kann. Die Bäume sind da, sogar hier und da eine Frucht. Vielleicht ist das auch der Blick Gottes auf diese Welt: Kein Blick, der nur die Defizite sieht, all das, was nicht ist, sondern der sieht, was sein kann. Das Jahr, das gerade begonnen hat, steht noch in der Orangerie.

Verweilen in der Gegenwart

Musik entsteht, indem ein Resonanzraum zum Schwingen kommt: Der Geigenboden, die Luft in einem Blasinstrument oder der Körper beim Singen. Sich eine kleine Weile schenken und auf die Resonanzen lauschen, die sich zeigen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.