Mittwoch, 31. Dezember

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Weihnachtsklang
Madeleine Delbrêl, der Ball des Gehorsams.
Das Ganze macht wirklich viel Lärm.
Die ernsthaften Leute sind schlafen gegangen.
Die Mönche beten die Matutin des heiligen König Heinrich.
Ich aber denke
An den anderen König,
An König David, der vor der Bundeslade tanzte.
...
Offenbare uns das große Orchester deiner Heilspläne,
Worin das, was du zulässt,
Einfach befremdliche Töne von sich gibt
Inmitten der Heiterkeit dessen, was dein Wille ist.
Lehre uns, jeden Tag die Umstände, unseres Menschseins anzuziehen
Wie ein Ballkleid, das uns alles an ihm lieben lässt
Um deinetwillen, wie unentbehrlichen Schmuck.
Ein Impuls
Heute ist Sylvester. Madeleine schrieb den Ball des Gehorsams, von dem ich einen kleinen Ausschnitt gewählt habe, mit Blick auf den französischen Nationalfeiertag 14. Juli. Doch die Zeile „Das Ganze macht wirklich viel Lärm“ passt auch gut zum letzten Tag des Jahres, wo es neben dem Lärm die Rückblicke auf das Jahr gibt, die auf die große Welt und auch die ganz persönlichen. An Sylvester innehalten und sich daran erinnern, dass vor allem und mit und in allem Gott seine Melodie spielt, auch wenn das vergangene Jahr manchen befremdlichen Ton hervorgebracht hat. Die Umstände des Menschseins anziehen wie ein Ballkleid, das ist eine weihnachtliche Strophe. Gott selbst hat dieses Ballkleid angezogen. Bei allem Rückblick, heute ist Gelegenheit, das Ballkelid des Menschseins anzuziehen.
Verweilen in der Gegenwart
Musik entsteht, indem ein Resonanzraum zum Schwingen kommt: Der Geigenboden, die Luft in einem Blasinstrument oder der Körper beim Singen. Sich eine kleine Weile schenken und auf die Resonanzen lauschen, die sich zeigen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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