13.11.25 Novemberblues – Blog und Podcast für den November

Donnerstag, 13.November

Audio

Der Blues:

Ich bin angefragt worden, einer der Begleiter bei Exerzitien im Alltag zu sein. So radel ich abends nach einem langen Tag noch durch die Stadt zum Vortreffen. Es ist ziemlich frisch. Die Lichter der Stadt begleiten mich, wie sie über dem Fluss leuchten. Irgendwie könnten die Lichter, wie sie sich im Main spiegeln und in den Hochhäusern leuchten den Blog gestalten, doch eine rechte Idee habe ich nicht. Diese findet mich später, als verschiedene Texte von Madeleine ausliegen und ich den Anfang der „Liturgie der Außenseiter“ finde:

„Du hast uns heute Nacht in dieses Café Le Clair de Lune geführt. Du wolltest dort du selbst sein für ein paar Stunden der Nacht. Durch unsere armselige Erscheinung, durch unsere kurzsichtigen Augen, durch unsere liebeleeren Herzen, wolltest du all diesen Leuten begegnen.“

Ein Impuls

Du hast uns geführt. Nicht immer ist das einsichtig. Manche Tage erscheinen geradezu als das Gegenteil von göttlicher Führung. Sie sind banal, chaotisch, voller Widerstände, ganz gewiss nicht „fromm“ oder besinnlich. Sie sind wie das Café le clair du lune, eine Kneipe von zweifelhaftem Ruf. Genau da, in dieser Spelunke, in diesem tag, will er „er selbst sein“, heute, an diesem Tag.

Verweilen in der Gegenwart

Musik gestaltet Zeit. Sie hat ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Intervalle. Schenke dem Rhythmus deines Atems und Herzschlags etwas Aufmerksamkeit, dieser Musik des Lebens.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.