Sonntag, 9.November

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Der Blues: Gott hat den Blues
Und Jesus erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen! (Lk 13, 6-9)
Ein Impuls
Lukas erzählt dieses Gleichnis nach einem Streit über Schuld, Sünde und Umkehr. Ein Baum, der keine Früchte bringt, taugt nichts. Das ist doch klar. Aber wer weiß, vielleicht braucht er nur etwas Zuwendung, etwas Geduld, noch ein bisschen Zeit. Vielleicht ist die Zeit des Baumes noch nicht gekommen. Schuld, Sünde, Versagen, es mag einem dürren Baum gleichen. Doch Gott haut den Baum nicht um. Vielmehr wird gegraben und gedüngt. Das ist das manchmal anstößige, vielleicht unerwartete und vor allem das großartige „Vielleicht“ Gottes.
Verweilen in der Gegenwart
Musik gestaltet Zeit. Sie hat ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Intervalle. Schenke dem Rhythmus deines Atems und Herzschlags etwas Aufmerksamkeit, dieser Musik des Lebens.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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