Freitag, 7.November

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Der Blues: take it easy, von Mascha Kaléko
Tehk it ih-sie, sagen sie dir.
Noch dazu auf englisch.
»Nimm's auf die leichte Schulter!«
Doch, du hast zwei.
Nimm's auf die leichte.
Ich folgte diesem populären
Humanitären Imperativ.
Und wurde schief.
Weil es die andre Schulter
Auch noch gibt.
Man muß sich also leider doch bequemen,
Es manchmal auf die schwerere zu nehmen.
(aus Mascha Kaléko, Mein Lied geht weiter)
Ein Impuls
Krumm und schief noch einmal aus einer anderen Perspektive. Nimm’s leicht allein hilft auch nicht weiter. Sich schwere Last aufladen allein auch nicht. Es zusammenhalten, das Leichte wie das Schwere. Da kann man schon mal krumm werden, weil das in die eine wie die andere Richtung nicht immer gelingt. Das Krumme wird gerade und aus der Last aufgerichtet. Mit Jesaja: Tröstet, tröstet mein Volk!, spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und ruft ihr zu, dass ihre Knechtschaft ein Ende hat, dass ihre Schuld vergeben ist. (Jes 40, 1-2)
Verweilen in der Gegenwart
Musik gestaltet Zeit. Sie hat ihren eigenen Rhythmus und ihre eigenen Intervalle. Schenke dem Rhythmus deines Atems und Herzschlags etwas Aufmerksamkeit, dieser Musik des Lebens.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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