27.10.25 Vom Himmel gefärbt – Blog und Podcast für den Oktober

Montag, 27. Oktober

Audio

Himmelsfarbe

Nach einem strahlend blauen Himmel am Sonntagmorgen tauchen doch einige Wolken auf. Schnell ziehen sie dahin. So entstehen immer wieder Wolkenlücken, durch die die Sonne ihre Strahlen schickt. Einmal breiten die Strahlen sich aus wie ein Fächer. Ich beobachte das Phänomen: Die Wolken ziehen vor dem Fächer vorbei und ich wundere mich, dass die Strahlen nicht mit der Lücke mitziehen, sondern vor Ort bleiben und durch die nächste Lücke hervorkommen. Natürlich kann ich mir das astronomisch erklären und doch verweile ich bei diesem Phänomen von Bewegung und Stabilität, dankbar, dass die Strahlen nicht von den Wolken davongetragen werden.

Ein Impuls

Wie ist das mit dem Heiligen Geist und dem Alltag? Sicherlich ein dynamisches Geschehen, in dem sich immer wieder Lücken auftun, die den Blick frei geben. Die Wolken und die Sonne des Sonntags sind ein Gleichnis dafür. Gott wird durch die Alltagswolken nicht davongetragen. Er ist da. Biblisch gewendet ist es wie mit dem Dornbusch, der brennt und nicht verbrennt. Er ist da. Das ist übrigens sein Name.

Verweilen in der Gegenwart

Lass dir vom Atem ein paar Momente der Ruhe schenken. Einfach ein- und ausatmen und wenn du magst, atmend dich fragen: Welche Farbe ist jetzt für mich da?

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.