Dienstag, 14. Oktober

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Himmelsfarbe
Immer noch in der Regionalbahn sehe ich an einem Bahnsteig eine Abschiedsszene. Der zu verabschiedende Mensch ist wohl eingestiegen, draußen sucht man das Fenster, hinter dem er oder sie ist, um zu winken. Das gestaltet sich gar nicht so einfach, schließlich hat der Zug zwei Stockwerke. Zuerst schaut man unten, dann nach oben. Ein Strahlen geht über die Gesichter, gefolgt von einem fröhlichen Winken. Man hat sich gefunden und winkt in Richtung erster Stock, bis der Zug abfährt.
Ein Impuls
„Sich von Gott finden lassen“, sagt Madeleine Delbrêl. Wenn es geschieht, dann geht ein Strahlen über das Gesicht, bei Gott und bei mir. Mit Giuseppe Ungaretti: „Ich erstrahle von Unermesslichem.“
Verweilen in der Gegenwart
Lass dir vom Atem ein paar Momente der Ruhe schenken. Einfach ein- und ausatmen und wenn du magst, atmend dich fragen: Welche Farbe ist jetzt für mich da?
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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