Mittwoch, 8. Oktober

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Himmelsfarbe
Ich mache einen Spaziergang in den Abend hinein. Am Beginn ist es noch tagesgrau – hell. Die Dämmerung bricht schnell herein, so dass die Schaufenster heller zu leuchten scheinen. Ich nehme die Klänge der Stadt wahr, das Rumpeln der Straßenbahn, Hupen, Gesprächsfetzen, ein Martinshorn. Ich lasse die Straßen hinter mir und komme in den Park der Wallanlagen. Obwohl es jetzt merklich dunkler ist, erscheinen mir die Herbstfarben der Bäume intensiver. Vögel singen ihr Konzert und der Himmel färbt den Tag mit seinem Klang.
Ein Impuls
Der Himmel färbt den Tag mit seinem Klang. So ein Tag hat viele Klänge und Farben, schöne, unangenehme und vieles, was einfach da ist und in der Rückschau erst eine Farbe bekommt. Bei allem Machen und Tun ist es gut, auch Gott auf den Tag schauen zu lassen, dass er seine Pinselstriche setzt und seine Musik im Tag erklingen lässt. Dann ist es immer noch mein Tag und er bekommt zumindest ein bisschen einen eigenen Farbton.
Verweilen in der Gegenwart
Lass dir vom Atem ein paar Momente der Ruhe schenken. Einfach ein- und ausatmen und wenn du magst, atmend dich fragen: Welche Farbe ist jetzt für mich da?
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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