7.10.25 Vom Himmel gefärbt – Blog und Podcast für den Oktober

Dienstag, 7. Oktober

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Himmelsfarbe

Montagmittag, Gottesdienst im Frankfurter Dom: Während ich noch in der Sakristei bin, höre ich ein andauerndes Seufzen. Etwas später im Gottesdienst stelle ich die Ursache fest: Es ist die Eingangstür, die seufzend auf- und zugeht. Die Welt tritt mit einem Seufzen in den Dom, ist meine Assoziation. Es ist eine bunte Welt, wenn ich auf die doch zahlreichen Menschen schaue, die sich zum Gottesdienst versammelt haben. Die weite Welt ist auch da, wie ich im Anschluss erfahre. Eine Gruppe aus Austin/Texas spricht mich an. Die Himmelsfarbe leuchtet an diesem Mittag in den Menschen.

Ein Impuls

So verschieden wir waren, die Himmelsfarbe hat auf alle abgefärbt. Mag die Sprache auch fremd gewesen sein, das gemeinsame Beten hat uns vereint. Die je eigene Welt hatte einen Raum, ob nun mit oder ohne Seufzen. Wenn ich bete, bin ich nicht allein, im Gottesdienst und auch sonst. Und wenn in meinem Gebet mal wieder die Gedanken quietschend durch die Tür kommen, kann der Gedanke trösten, dass vielleicht etwas Himmelsfarbe dabei ist.

Verweilen in der Gegenwart

Lass dir vom Atem ein paar Momente der Ruhe schenken. Einfach ein- und ausatmen und wenn du magst, atmend dich fragen: Welche Farbe ist jetzt für mich da?

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.