23.9.25 Der Strand in der Stadt – Blog und Podcast vom Sommer in den Herbst

Dienstag, 23. September

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Der Strand

Am Meer kann man sich auf die Kaimauer setzen, den Blick schweifen und die Gedanken frei lassen. In der Stadt ist das schwieriger und doch habe ich gestern so einen Strand gefunden: Im Fitnessstudio auf dem Fahrrad. Einfach tretend kann ich dabei gut abschalten. Ich bekam sogar einen Strand geboten. Auf dem Bildschirm vor dem Rad lief ohne Ton eine Sendung über Muschelfischer. So habe ich es mir zusammengereimt. Gezeigt wurde, wie die Muscheln bei Ebbe gesammelt oder aus den Felsen gebrochen werden und wie die Muschelsammler an die Wand eines Kirchleins gelehnt, ihren Fang sortieren. Der Strand in der Muckibude.

Ein Impuls

Wie die Muschelsammler an der Kirchenwand hockten, das war ein schönes Bild. Sie schauen auf den Ertrag und sortieren ihn. Ähnlich ist das mit dem „Gebet der liebenden Aufmerksamkeit“. Ich schaue auf den Tag und sortiere ein wenig, das Gelungene und Misslungene und das, was noch Zeit braucht. Ich lehne mich an Gottes Gnade an. Willi Lambert SJ lehnt sich in seinem Gebet „Du Leben meines Lebens“ an Gott an. Eine Zeile lautet: Wie gut, innezuhalten und da zu sein und in deiner Gegenwart zu verweilen.

Verweilen in der Gegenwart: Meditation to go

Ein paar Schritte gehen. Innehalten. Den Atem spüren. Noch einen Moment warten. Mit einem guten Schritt weitergehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.