Sonntag, 21. September

Audio
Der Strand
Der Sommer hat noch einmal vorbeigeschaut. Unter meinem gelben Sonnenschirm sitze ich auf dem Balkon und schaue in die Lesungen dieses Sonntags. Nicht wirklich eine Strandlektüre, denke ich. Der Prophet Amos zieht vom Leder gegen die herrschende Kaste: Selbst Dreck machen sie zu Geld. Paulus ergeht sich in komplizierten Gedankengängen über rein und unrein. Und Jesus erzählt von einem Gauner, der für seine Schlitzohrigkeit auch noch gelobt wird. Immerhin, das hat etwas von einem Krimi. Weiter ist die Rede von Großem und Kleinem und dass es auf das Kleine ankommt. Ich lasse das Ganze im Echoraum der Seele klingen. Mal sehen, was sich zeigt.
Ein Impuls
Bei Groß und Klein bin ich hängengeblieben. In Gott ist das kein Gegensatz, sondern verbunden. „Gott ist groß, größer als alles, was gedacht werden kann, und klein wie ein Kind. Er ist, mit Augustinus, höher als mein Höchstes, und innerer als mein Innerstes. Genau darin liegt der Raum für die Seele, dass sie sein kann, groß und klein zugleich.
Verweilen in der Gegenwart: Meditation to go
Ein paar Schritte gehen. Innehalten. Den Atem spüren. Noch einen Moment warten. Mit einem guten Schritt weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.