15.9.25 Der Strand in der Stadt – Blog und Podcast vom Sommer in den Herbst

Montag, 15. September

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Der Strand

Der Frankfurter Hauptbahnhof ist ein besonderer Strand. Er ist quirlig und laut. Man kommt hier nicht hin, um sich auszuruhen. Eher gleicht er mit seiner Hektik den Partymeilen, die an manchen Stränden liegen. Als ich heute aus dem Zug steige, fällt mir etwas auf: Einige Gleise weiter steht ein Zug, den ich hier nicht erwarten würde. Es ist kein ICE oder einer der roten Vorortzüge, sondern ein Güterzug aus Schüttgutwagen steht an Gleis 17. Die Gleisanzeige gibt passend dazu kund, dass dieser Bahnsteig nicht benutzt werden kann.

Ein Impuls

Manchmal steht auch im Alltag etwas rum, das da nicht hingehört. Eigentlich wollte ich dieses und jenes machen, doch dann verläuft der Tag ganz anders, zum Beispiel. Dann ist das Gleis besetzt, wie am Bahnhof, statt schnellem ICE ein rostiger Güterwagen, der da nicht hingehört. Eigentlich wollte ich … doch dann passt es nicht. Meistens ist dann Ärger da. Vielleicht geht es aber auch mit etwas Neugier: Warum steht das da rum, obwohl es gar nicht hinpasst? Der Güterzug hat mich jedenfalls neugierig gemacht. Vielleicht geht das auch mit anderen Dingen und Situationen, die irgendwo rumstehen, wo sie nicht hingehören.

Verweilen in der Gegenwart: Meditation to go

Ein paar Schritte gehen. Innehalten. Den Atem spüren. Noch einen Moment warten. Mit einem guten Schritt weitergehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.