Freitag, 12. September

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Der Strand
Treibgut. Das Meer spült Allerlei an den Strand, was verloren gegangen ist, sich gelöst hat und auf den Wellen trieb. Das Größte, was ich gesehen habe, war eine Funkboje, die meterhoch gestrandet war. Meistens sind die Dinge etwas kleiner, Treibholz und die Hinterlassenschaften der Zivilisation. Gerade letztere werden auf den Pflasterstrand der Stadt oft gespült. Ich habe gestern aber noch etwas anderes gefunden: In meinem Briefkasten war eine Flaschenpost. Jemand hat sie eingesammelt und durch den Schlitz gesteckt: Eine glänzende Kastanie.
Ein Impuls
Wie hat die Kastanie den Weg in den Briefkasten gefunden? Wie bei einer Flaschenpost ist es schwierig, das nachzuzeichnen. Meine Kastanienpost hat keinen Absender, das macht sie noch geheimnisvoller und regt die Phantasie an. Ich glaube, dass Gott uns gerne solche Kastanien gibt. Wir wissen gar nicht um den Absender, aber an den kleinen Momenten von Gegenwart, Freude und Einfach Sein, erfreuen wir uns. Georg Mühlenbrock SJ nannte es „die kleinen Aufmerksamkeiten des lieben Gottes.“
Verweilen in der Gegenwart: Meditation to go
Ein paar Schritte gehen. Innehalten. Den Atem spüren. Noch einen Moment warten. Mit einem guten Schritt weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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