Donnerstag, 11. September

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Der Strand
Der Morgen des Tages weht die Gischt herüber. An windigen Tagen am Meer schmeckt man das Salz auf den Lippen, während man sich gegen den Wind stemmt und die Wellen tosen. Die Gischt dieses Morgens ist anders. Feine Tröpfchen legen sich auf die Haut, die Umrisse der Häuser in einiger Ferne werden weichgezeichnet. Es scheint ein bisschen stiller als sonst. Der Nebel liegt über der Stadt.
Ein Impuls
Im Gebet und der Meditation kann es geschehen, dass man zwar da ist, irgendwie aber alles wie in einen Nebel getaucht ist: Die Worte sind da und sprechen dennoch nicht, der Atem fließt und es bleibt eine Unruhe. Gott ist gegenwärtig und doch nicht spürbar. Die Seele befindet sich im Nebel. Vielleicht kann das Bild des Nebel-Morgen helfen. Es könnte ja sein, dass der Geist mit feinen Tröpfchen von Gegenwart anwesend ist, wie mit einem Weichzeichner, weil die Seele jetzt genau das braucht.
Verweilen in der Gegenwart: Meditation to go
Ein paar Schritte gehen. Innehalten. Den Atem spüren. Noch einen Moment warten. Mit einem guten Schritt weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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