Dienstag, 9. September

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Der Strand
Die Mondfinsternis am Sonntag: Ich habe mich am Sonntagabend aufs Rad geschwungen und bin zur Osthafenbrücke gefahren. Das war mein Strandplatz für den Abend, nicht um den Sonnenuntergang zu sehen, – der im Westen über der Skyline durchaus sehenswert war – sondern für den Mondaufgang. Die östlichste Brücke Frankfurts schien ein guter Ort dafür zu sein. Eine ganze Reihe Leute hatten sich versammelt. Ich stehe am Geländer, nehme wahr, wie der Abend sich senkt, wie es kühler wird, die Dämmerung in Dunkelheit übergeht. Der Abend duftet auch anders als der Tag. Nur der Mond ist nicht zu sehen, die Bäume des Stadtwaldes verhindern wohl die Sicht. So fahre ich heim und erhasche zu Hause noch einen Blick, bevor der Mond langsam wieder erstrahlt.
Ein Impuls
Neugierig war ich schon auf das Himmelsschauspiel und dann ein wenig enttäuscht, dass es nicht sichtbar war. Die Erwartung wurde nicht erfüllt, einerseits. Andererseits habe ich schon lange nicht mehr so intensiv in das Werden des Abends und der Nacht gespürt. Das Kleine und Alltägliche war nicht so spektakulär wie ein Blutmond – und ich würde es gerne einmal sehen – und doch schön. Auf das Kleine achten, nicht nur auf einer Brücke.
Verweilen in der Gegenwart: Meditation to go
Ein paar Schritte gehen. Innehalten. Den Atem spüren. Noch einen Moment warten. Mit einem guten Schritt weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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