29.7.25 Das Meer – Blog und Podcast für den Sommer

Dienstag, 29. Juli

Audio

Am Meer

Der Blog und Podcast für die nächsten Wochen entstehen sozusagen live. Ich bin am Meer und sammle Eindrücke und Ideen. Weil ich von unterwegs aufnehme, ist die Audioqualität begrenzt. Dafür mischt sie mitunter eine echte Möwe und Meeresrauschen in die Aufnahme. 

Aus einer Biographie von Caspar David Friedrich: Immer hat Friedrich am Wasser gelebt. In Greifswald, wo er geboren ist, da läuft er als Kind die Lange Straße herunter, am Dom vorbei und dann die kleinen gepflasterten Wege runter zum Hafen, an den Stockrosen vor den kleinen Fischerhäusern entlang, die sich trotzig aus den Pflastersteinen emporranken. Stundenlang schaut er am Wasser all den Booten zu, die einlaufen und auslaufen, Abschied und Ankunft, ein ewiges Hin und Her, ganz so wie die Wellen, die an die Kaimauer klatschen. Caspar David beruhigt das, ja, seit seine Mutter gestorben ist, tröstet es ihn sogar ein wenig, denn nur so kann er die Zeit vergessen, sich ein wenig in den ewigen Rhythmus der Natur legen.

Ein Impuls

Caspar David Friedrich malte die Natur. Sofort kommt mir das Bild mit den Kreidefelsen vor Augen. Der Pinsel bildet nicht nur das ab, was das äußere Auge sieht, Friedrich taucht in die Natur hinein, so dass man nicht nur das Bild sieht, sondern sich gleichsam mitten in der Szene wiederfindet. Bei Meditieren gibt es manchmal, nicht immer, solche „Friedrich-Momente“, in denen die Worte und der Dialog der Seele mit Gott mitten in die Gegenwart hineinführen. Dann sitzt man wie Friedrich auf der Kaimauer und spürt etwas von Ewigkeit.

Verweilen in der Gegenwart

Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.