Donnerstag, 10. Juli

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Das Meer
Pflasterstrand: Der Strand liegt unterm Pflaster, so lautete ein Slogan in Frankfurt. Es gab sogar eine Zeitschrift dazu. Lang ist es her. Doch der Strand ist immer noch da. Pflasterstrand im Blog geht zum Strand des Alltags. Heute: Strandausflug mit Hindernissen.
Für den Weg durch die halbe Stadt nehme ich die Straßenbahn. Sie ist gut gefüllt, auch eine Kindergartengruppe ist da und macht einen Ausflug. Die Erzieherinnen haben einen von diesen großen Kinderwagen dabei. wo die Kinder zu viert oder sechst sitzen können. Er passt gerade so in die Bahn. An der nächsten Station müssen sie aussteigen. Die Bahn entpuppt sich als Fehlkonstruktion, das Rangieren ist fast unmöglich. Es gibt ein unschönes Geräusch, der Wagen hat eine Trennscheibe erwischt und das Sicherheitsglas hält zwar, splittert aber in tausend Teile. Der Fahrer wird informiert, er hält Rücksprache mit der Leitstelle. Schließlich müssen alle aussteigen. Eine Fahrt mit Hindernissen.
Ein Impuls
Nein, es geht nicht um Schuld. Der Fahrer musste sich rückversichern, die Leitstelle musste eine Gefahr ausschließen, die Erzieherin konnte den Wagen nicht anders rangieren und der Innenarchitekt des Wagens hatte offensichtlich größere Gefährte nicht auf dem Schirm. Es ist einfach dumm gelaufen. Ich hoffe, dass Kinder und Erwachsene doch einen schönen Ausflug hatten – und dass ich mich erinnere, wenn etwas dumm gelaufen ist, mich ein wenig ärgere, mich nicht in Schuldfragen verliere und einfach weitergehe. Wäre doch schade um den Strandtag.
Verweilen in der Gegenwart
Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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