29.5.25 Was hast du unterwegs gesehen – Osterzeit mit Maria Magdalena

Donnerstag, 29. Mai

Christi Himmelfahrt

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Ein Alltagsweg

„Wir können nicht außerhalb von Raum und Zeit aus dem Wort des Herrn heraushören, was er heute von uns will. Unser Beitrag besteht darin, heute, in der heutigen Welt und in der heutigen Zeit darauf zu lauschen, was der Herr seit jeher für heute von uns will, für die heute lebenden Menschen, für unseren heutigen Nächsten, und dafür zu beten, dass wir es sehen und begreifen.“ (Madeleine Delbrêl)

Ein Impuls

Schon bei der Himmelfahrt Jesu gab es den Impuls, allein in den Himmel zu starren. Die Jünger hatten Engel, die sie auf die Welt verwiesen, auf ihr Heute. So ist es durch die Jahrhunderte: Der Glaube findet immer wieder ins Heute. Mal gelingt es mehr, mal weniger. Die Zeiten, in denen es allein um das Bewahren des Gestern ging, waren selten fruchtbar. Es geht darum, aus dem Himmel heraus in der Welt zu leben und zu glauben. Oder wie Madeleine es an anderer Stelle schreibt: Wir sind „beauftragt, im Ewigen zu atmen und wie Bäume ihre Wurzeln im Boden zu haben.“

Verweilen in der Gegenwart

Maria Magdalena lässt sich von Jesus aufhalten. Halte einen Moment inne. Nimm wahr, wie es jetzt ist. So ist es jetzt. Für ein paar Atemzüge bleibe bei deinem Atem. Mit einem guten Atemzug brich auf zu dem, was jetzt ansteht.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.