25.5.25 Was hast du unterwegs gesehen – Osterzeit mit Maria Magdalena

Sonntag, 25. Mai

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Maria Magdalena

Petrus antwortete und sprach über dieselben Dinge. Er befragte Maria über den Erlöser: Hat er wirklich privat mit einer Frau gesprochen und nicht offen zu uns? Sollen wir jetzt alle umkehren und auf sie hören? Hat er sie uns vorgezogen?
Da weinte Maria und sprach zu Petrus: Mein Bruder Petrus, was denkst du? Meinst du, ich habe mir das selbst in meinem Herzen ausgedacht, oder dass ich über den Erlöser lüge?
Levi antwortete und sprach zu Petrus: Petrus, du bist immer hitzig gewesen. Nun sehe ich, dass du gegen die Frau streitest wie ihre Feinde. Aber wenn der Erlöser sie für würdig erachtet hat, wer bist du dann, dass du sie zurückweist? Der Erlöser kennt sie doch sehr gut. Deshalb hat er sie mehr geliebt als uns. Lasst uns lieber beschämt sein und den vollkommenen Menschen anziehen und uns trennen, wie er uns geboten hat, und das Evangelium predigen, ohne andere Regeln oder Gesetze aufzustellen, als der Heiland gesagt hat. Und als sie das hörten, gingen sie hinaus, um zu verkünden und zu predigen.

(Evangelium der Maria Magdalena, 9,3-10)

Ein Impuls

Der Erlöser ist ein Name für Jesus. Was geht auf ihn zurück, was nicht? Was sind mehr eigene Vorstellungen – und wo liegt die Kraft des Evangeliums? Diese Fragen sind bis heute aktuell. Als Petrus und die anderen verstanden, dass sie mehr eigenen Vorstellungen anhangen, als dass sie in der Spur Jesu wären, da haben sie die Kraft, das Evangelium zu verkünden. Sie werden transparent für Gott.

Verweilen in der Gegenwart

Maria Magdalena lässt sich von Jesus aufhalten. Halte einen Moment inne. Nimm wahr, wie es jetzt ist. So ist es jetzt. Für ein paar Atemzüge bleibe bei deinem Atem. Mit einem guten Atemzug brich auf zu dem, was jetzt ansteht.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.