22.4.25 Porta Santa – Heilige Türen des Alltags

Dienstag, 22. April

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Eine heilige Tür

Der Stein vor dem Grab: Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. (Joh 20, 11-14)

Ein Impuls

Maria von Magdala wendet sich nochmals um, hinein in das Grab. Sie hat Jesus ein zweites Mal verloren. Doch gibt sie nicht auf. Nicht einmal die Engel erschrecken sie. Als ob es das natürlichste der Welt wäre, mit Engeln zu reden. Sie haben ihn mir weggenommen. Ihre Seele darf sagen, wie ihr zumute ist. Hier fängt Ostern für Maria Magdalena an. Sie begegnet dem, den sie sucht. Jesus. Ostern ist der Freiraum, dass einem so sein kann, wie es eben jetzt ist.

Verweilen in der Gegenwart

Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.