Samstag, 12. April

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Eine heilige Tür
Eine alte Tür: Sie hat schon viel erlebt, man sieht es ihr an. In den Angeln hängt sie schon längst nicht mehr gerade, unten ist das Holz verfault, die Farbe blättert ab und man sieht, dass es nicht die einzige Farbschicht ist, die diese Tür im Laufe der Zeit getragen hat. Ranken haben sich ihrer bemächtigt. Dieser Eingang wurde schon lange nicht mehr genutzt.
Ein Impuls
Obwohl diese Tür schon lange ihre Funktion eingebüßt hat, hat sie Schönheit bewahrt, vielleicht sogar eine neue Schönheit bekommen. Sie lässt einen innehalten und sie anschauen. Es ist gerade nicht ein Müllhaufen, kaputt, zu nichts mehr wert, sondern schenkt einen Ruhemoment. Alte Türen gibt es auch sonst im Leben. Nicht alles, was früher war, ist heute noch aktuell. Auch Glaubensweisen ändern sich. Ich gehe heute durch eine andere Tür. Aber die Alte ist deswegen nicht falsch. Sie kann sogar eine neue Schönheit gewinnen. Das gibt Freiraum, etwas lassen zu können und es zugleich wertschätzen zu können.
Verweilen in der Gegenwart
Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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