Sonntag, 30. März

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Eine heilige Tür
Die Porta Santa von St. Peter: Es ist schon ein Weg zurückzulegen, bis man zur Heiligen Pforte von Sankt Peter kommt, im heiligen Jahr noch einmal mehr. Von der Engelsburg bis zum Petersplatz verläuft der Prozessionsweg, die mächtige Peterskirche immer im Blick. So kommt man auf den weiten Petersplatz. Der Blick geht hoch zur Fassade, die wie ein Gebirge aus Säulen, Wänden, Durchgängen und Verzierungen emporragt. Was man sieht, ist nicht die Kirche selbst, sondern nur der Vorbau. Die Heilige Pforte findet man erst, wenn man in die Vorhalle geht. Eine kleine Tür ist die Porta Santa, die einen schließlich ins Innere führt.
Ein Impuls
Sankt Peter kann einen blenden mit seiner Pracht. Entweder erstarrt man in Bewunderung oder in Zorn über diese Fülle. Einen Zugang zu dieser Kirche zu finden, ist nicht leicht, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Das ist nicht nur in Sankt Peter so. „Erst wenn ich dieses geschafft habe, jenen Fehler abgestellt habe, erst wenn ich so viel bete wie die Ordensleute oder so ausgeglichen wie der Dalai Lama bin, dann bin ich bereit für Gott.“ Das kann einem den Zugang zu Gott verstellen. Diese Heilige Pforte des geistlichen Lebens ist immer da und geöffnet, aber manchmal muss ich sie suchen, den ganzen Vorbau überwinden, auch den Vorbau dessen, was ich gelernt habe, muss ich gegebenenfalls durchqueren, um zur Pforte des Herzens zu gelangen.
Verweilen in der Gegenwart
Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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