23.3.25 Porta Santa – Heilige Türen des Alltags

Sonntag, 23. März

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Eine heilige Tür

Die Porta Santa von San Giovanni in Laterano: Die heilige Pforte der römischen Bischofskirche führt einen ins Seitenschiff. Wirklich spektakulär ist der Eintritt nicht. Man muss sich erst orientieren, auf dem Weg ins Mittelschiff kommt man an einem Fresco Giottos vorbei, wenn man das kleine Relikt aus der ersten Kirchengestaltung nicht übersieht. Mehrfach wurde die Laterankirche renoviert und umgebaut, so dass sich ganz verschiedene Stile in ihr finden, die nicht immer ganz zueinander passen. Die Apostelstatuen an den Säulen sind eigentlich zu groß, die Decke wuchtig, dafür ist der gotische Baldachin, das sogenannte Ziborium, über dem Hauptaltar zierlich und filigran.

Ein Impuls

Im Leben, sei es das Große und Ganze, sei es der Alltag, passt nicht immer alles zusammen. Da findet sich eine ganze Reihe von Stilen. Manche gefallen einem, manche nicht, andere wiederum waren mal schön und sind jetzt etwas in die Jahre gekommen. Das macht es nicht weniger wertvoll und schön. Es geht nicht um die perfekte Ästhetik, sondern um die Schönheit im Unvollkommenen. Die kann man übrigens auch in San Giovanni entdecken. Man muss nur den Kunstführer aus der Hand legen.

Verweilen in der Gegenwart

Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.