17.3.25 Porta Santa – Heilige Türen des Alltags

Montag, 17. März

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Eine heilige Tür

Die Tür zum Arbeitsraum. Diese Tür ist einfach eine Tür. Bei. mir ist es die schmucklose Bürotür, irgendwas zwischen weiß und grau. Vielleicht ist es auch die Tür zum Bügelzimmer oder das Garagentor, die Stalltür oder der Hintereingang zum Laden. Es gibt Türen, die den Bereich markieren, in dem sich die Arbeit verbirgt, Arbeitstüren.

Ein Impuls

Wie auch immer sich Arbeit auf einer Skala von unbeschwert bis unerträglich bewegt, sie gehört zum Leben. Oft ist sie einfach da und gerade das kann sie lästig machen. Madeleine Delbrêl kannte das zu gut. Doch wenn Gott überall ist, dann kann er auch im Arbeitsraum sein. Beten und Arbeiten ist kein Gegensatz. Das durchdringt sich. Für Madeleine gibt es keine „fromme“ Zeiten und „weltliche“ Zeiten. Der Unterschied liegt in der Ausdrücklichkeit. Sie macht immer wieder „Tiefenbohrungen“, ein kurzes Innehalten, um sich Gott zuzuwenden, der längst schon da ist. Von dieser Art Gebet schreibt sie: „Zum Gebet gehen wie auf den Markt, wenn man Hunger hat und ein schwerer Tag bevorsteht.“

Verweilen in der Gegenwart

Der Atem bewegt sich zwischen innen und außen, außen und innen. Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie etwas gehen kann.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.