Freitag, 28. Februar

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Zum Abschluss des Blogs Alltagspilgern begleiten uns bis nächsten Dienstag sieben Alltagschristinnen und -christen.
Unterwegs mit einem Altvater
„Altväter“ waren Mönche aus der Frühzeit des Christentums, die sich in die Wüste zurückgezogen haben. „Wüstenväter“ wurden sie genannt. „Wüstenmütter“ gab es übrigens auch. Wer mag, kann den heutigen Impuls auch weiblich lesen, vielleicht ändert er sich, vielleicht auch nicht. Ich bleibe bei der überlieferten Fassung. Die Geschichte kann auch ein Mutmacher sein für Alltagspilgern, das gerade anstrengend ist.
Ein Impuls
Um jemanden Mut zu machen, erzählte ihm der Altvater das Beispiel von einem jungen Mann, der einen verwahrlosten Acker von Disteln und Dornen reinigen soll. Der junge Mann ist entmutigt, weil der Acker so voller Unkraut war. Da sagt ihm der Vater:
»Mein Sohn, arbeite täglich nur so viel, als dein Körper, wenn du liegst, Raum einnimmt, und so wird deine Arbeit allmählich voranschreiten, und du wirst dabei nicht verzagt sein. Als der Jüngling das gehört hatte, handelte er danach, und in kurzem war der Acker gereinigt und urbar gemacht. Mach auch du, Bruder, es so, arbeite nach und nach, so wirst du den Mut nicht verlieren.« (aus: A. Grün. Geistliche Begleitung bei den Wüstenvätern.)
Verweilen in der Gegenwart
Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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