19.2.25 Alltagspilgern

Mittwoch, 19. Februar

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Unterwegs

Heute habe ich mich am Abend aufs Rad geschwungen. Der Weg ist von ein paar schwachen Laternen beleuchtet. Die Lampe des Fahrrads sorgt für Helligkeit, zumindest in dem schmalen Bereich vor mir. Die Geschwindigkeit passt sich den Sichtverhältnissen an. Ich denke an eine Zeile aus Madeleines „Fahrradspiritualität“: Unser Weg führt durch die Nacht.

Unser Weg führt durch die Nacht.
Wohin wir zu gehen haben,
erhellt sich Stück für Stück
wie durch die Lampe eines Signals

Ein Impuls

Den Spuren Gottes folgen, pilgernd unterwegs sein, geschieht oft auf Sicht. In der Regel stellt Gott nicht das Flutlicht an, damit wir wie ein Formel 1 Fahrer durch das geistliche Leben brausen. Geistliches Leben kennt Phasen der Langsamkeit. Wichtig ist nicht, als erster am Ziel zu sein, sondern in dem Tempo, was heute, was jetzt dran ist, unterwegs zu sein. Eben wie beim Fahrradfahren am Abend nur so schnell unterwegs sein, dass das Licht reicht.

Verweilen in der Gegenwart

Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.