Mittwoch, 5. Februar

Audio
Unterwegs
Es ist nicht viel los und ich habe Zeit. So stört mich heute die Ampel bei mir um die Ecke nicht. Sie steht an einer unübersichtlichen Stelle, wo die U-Bahn aus dem Untergrund kommt. Für Fußgänger bedeutet sie längeres Warten. Das ist auch richtig, das „Frankfurter Grün“, also bei Rot über die Ampel gehen, kommt hier nicht in Frage. Ein gutes Stückchen weiter lässt mich eine weitere rote Ampel warten. Ich bleibe stehen, obwohl weit und breit nichts los ist. Es kommt mir komisch vor zu warten, obwohl alles frei ist. Doch dann freue ich mich an der Pause, die die Ampel vorgibt, und nehme mir vor, auch sonst am Tag nicht gleich weiterzugehen, sondern immer wieder einmal innezuhalten.
Ein Impuls
Unterbrechungen sind oft lästig, nicht nur bei roten Ampeln. Aber sie geben auch einen Rhythmus, so wie die Pausen in der Musik. Den Rhythmus des Tages kann ich beeinflussen. Zum Beispiel kann ich innehalten, auch wenn gerade nichts los ist. Ich muss nicht gleich etwas Neues tun, einfach warten, so wie an der Ampel, auch wenn keiner kommt.
Verweilen in der Gegenwart
Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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