1.2.25 Alltagspilgern

Samstag, 1. Februar

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Unterwegs

Auch der Körper kann ein Pilgerort sein. All-täglich ist er ganz gewiss. Zwischen Schwere und Leichtigkeit bin ich mit und in ihm unterwegs. Im Focusing, das eine besondere Weise ist, auf den Körper zu hören, gibt es eine Übung, die „Der gute Ort“ heißt, safe space, um Noah von gestern zu zitieren. Ob nun in mir oder außen wie der Lieblingssessel zum Beispiel, beim Pilgern eine Kirche oder ein anderer besonderer Ort, der mich bei mir sein lässt und bei Gott, gute Orte braucht es.

Ein Impuls

Wenn du magst, kannst du dich auf die Suche nach einem guten Ort begeben, zu Hause oder draußen, oder in dir. Ein Ort, an dem du verweilen kannst, der dir Freiraum gibt, und an den du dich zurückziehen kannst, ein guter, sicherer Ort.

Du kannst in deinen Atem spüren, sich von ihm einladen lassen, in die Körpermitte zu gehen und von dort sich neugierig-freundlich umschauen: Gibt es einen Ort in mir, der mich einlädt, der sich jetzt gut anfühlt? Das ist nicht immer der Fall und der Ort kann sich ändern. Wenn sich ein solcher guter Ort zeigt: Was ist das Gute dort? Wie beschreibst du ihn dir? Wenn es an der Zeit ist, kannst du dich von dem Ort wieder lösen mit einigen guten Atemzügen und vielleicht später zurückkehren, wenn es passt.

Verweilen in der Gegenwart

Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.