20.1.25 Alltagspilgern

Montag, 20. Januar

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Unterwegs

Ein kleiner Pilgerweg dieser Woche verlief bei mir zu Hause. Ich habe einen Gebetsort, der in der Jahreszeit wechselt. Im Winter ist es ein Meditationskissen, im Sommer gerne die Bank auf dem Balkon. Dieser Tage habe ich einen weiteren Ort entdeckt: den Küchentisch. Ich wusste gar nicht, dass es diesen Meditationsort gibt.

Ein Impuls

Beim Pilgern habe ich ein Ziel und zugleich nehme ich den Weg, wie er eben ist. Pilgern bewegt sich zwischen Plan und dem Flow, der dem folgt, was ist. So war es mit der Entdeckung des Küchentisches bei mir. Ein Gebetsort kann sich ändern. Das ist das Spannende am Alltagspilgern: Neues entdecken und dafür nicht einmal weit gehen zu müssen. Wie die Welle dieses Tages wohl verlaufen wird?

Verweilen in der Gegenwart

Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.