Sonntag, 19. Januar

Audio
Unterwegs
Meistens nehme ich den Blog abends auf. Das hat sich so ergeben. Außerdem ist es abends etwas ruhiger, so dass die Aufnahme nicht allzu sehr durch Geräusche gestört wird. Dennoch ist es nicht still. Gerade weil ich auf Ruhe achte, fallen mir die Geräusche der Umgebung umso mehr auf. Tagsüber merke ich nicht, wie oft ein Flugzeug über die Stadt fliegt, der Verkehr in den Straßen rauscht und auch von den Nachbarn bekomme ich nichts mit. Jetzt aber höre ich das Flugzeug und auch den Aufzug im Haus, die in der Aufnahme brummen. Draußen fährt ein Auto. Es erscheint mir lauter als das übliche Verkehrsrauschen. Vielleicht höre ich auch am Abend genauer.
Ein Impuls
Wenn ich zur Ruhe komme, nehme ich anders wahr. Das kann auch störend sein. Setze ich mich zur Meditation, sind da erst einmal all die Gedanken. Sie sind eigentlich auch vorher da, aber jetzt höre ich sie mehr. Bis sie weiterziehen, wie ein Flugzeug oder Auto. Der Alltag pilgert mit. Heute ist Sonntag. Vielleicht die Möglichkeit, sozusagen die Aufnahmetaste für Gott zu drücken – und sich nicht grämen, wenn der Alltag doch hineinbrummt.
Verweilen in der Gegenwart
Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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