16.1.25 Alltagspilgern

Donnerstag, 16. Januar

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Unterwegs

Ich nehme heute in der Stadt Wege, die ich schon sehr oft gegangen bin. Ein längerer Abschnitt führt von der Innenstadt nach Bornheim, eine gute Dreiviertelstunde Weg an einer belebten Straße entlang, über die Berger Straße mit ihren kleinen Geschäften und Restaurants, über den Wochenmarkt und durch Wohnviertel zur Meditationskirche. Ich versuche den Weg mit Pilgeraugen zu gehen und hier und da entdecke ich Neues. Das gelingt nicht durchgehend, aber immerhin ab und zu ist es, als ob ich den Weg zum ersten Mal ginge.

Ein Impuls

Beim Pilgern ist der Weg in der Regel neu. Ich kenne ihn noch nicht. Im Alltag ist das anders. Der Verstand und die Erinnerung sind schnell dabei, das Gewohnte zu erzählen. Doch jeder Tag ist neu, es gab ihn noch nicht, und ich bin ihn noch nicht gegangen. Manchmal ist es gut, sozusagen weniger zu denken und einfach in die Gegenwart einzutauchen.

Verweilen in der Gegenwart

Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.