Dienstag, 14. Januar

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Unterwegs
Alltagspilgerwege wiederholen sich oft. So war es bei mir heute: Morgens gehe ich zu Fuß ins Büro. Der Weg führt über die Zeil, wo noch nicht viel los ist. In Gedanken schaue ich auf den Tag, sozusagen die Strecke, die vor mir liegt. Beim Rückweg schaue ich nochmal auf den Tag und an einigen Stellen ist er anders verlaufen. Auch der Rückweg, obwohl es der Weg vom Vormittag ist, ist anders. Nicht nur die Perspektive hat sich gedreht. Das winterliche Abendlicht lässt die Hochhäuser Frankfurts in klaren Konturen erstrahlen. So habe ich die Skyline noch nicht gesehen.
Ein Impuls
Morgens auf den Tag schauen und auch am Abend, doch nicht als Bilanz, nicht eine reine Gewinn- und Verlustrechnung aufmachen, sondern die Strecke des Tages wahrnehmen. Das war der Pilgerweg heute, einfach oder schwer, banal oder interessant. In welchem Licht, mit welchen Konturen erscheint der heutige Tag?
Verweilen in der Gegenwart
Nimm dir einen Moment Pause. Achte auf deinen Atem. Nimm einfach den Moment wahr und lausche: Was zeigt sich jetzt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.

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