Freitag, 10. Januar
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Der Stern
Der Weg ins Büro führt über die Zeil an der Kleinmarkthalle vorbei zum Domplatz. Vom Schneeregen am Abend ist nichts liegengeblieben. Hier und da haben sich Pfützen gebildet, die von den Passanten umkurvt werden. An der Kleinmarkthalle schießt ein kleines Mädchen hervor, ein rosafarbener Farbklecks, der mit Freude in eine der Pfützen springt und auf und ab hüpft. Der Stern leuchtet heute in Wassertropfen.
Ein Impuls
Die Pfützen sind übriggeblieben und man hat keine Verwendung dafür – außer man ist drei Jahre alt und in Regenkleidung gehüllt. Was mache ich mit dem Übriggebliebenen? Beim Kochen kann etwas Kreatives daraus entstehen. Manchmal ist es eher wie eine Pfütze, die vom Regen übrigbleibt und die ich umkurve: Ein Tag, eine Begegnung, eine Arbeit … mit dem ich nichts anfangen kann. Aber Gott vielleicht, der hineinspringt und einen Stern aus den Tropfen formt.
Der Weg in die Gegenwart
Lausche in deine Gegenwart: Was kommt zum Klingen? Was hat sich dir gezeigt? Bei dem, was dich angesprochen hat, verweile, und spüre seiner Bedeutung für dich nach.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen, dann verweile dort.


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