25.11.24 Lichtspalt – Der Novemberblog

Montag, 25. November

Audio

Lichtspalt

Zum Schreiben sitze ich in meiner Wohnung am Esstisch. Die Gedanken und Ideen scheinen es sich an anderer Stelle bequem gemacht zu haben. Statt ihnen lausche ich den Geräuschen, die an das Ohr dringen: Das Radio nebenan, das durch die Wand gedämpft noch leise klingt, der Aufzug im Treppenhaus, dann Schritte, draußen rumpelt eine Straßenbahn und von fern erklingt eine Sirene. Ganz schön viel los, eigentlich.

Ein Impuls

Jedes dieser kleinen Geräusche könnte eine eigene Geschichte erzählen. Es verbindet mich mit meiner Umwelt, die ist dann nicht mehr nur um mich herum, sondern ich trete in Kontakt mit ihr. Madeleine Delbrêl hat das immer wieder getan, sie ging auf den Jahrmarkt oder in die Pariser Metro, um sich mit der Umwelt und den Menschen zu verbinden. Für sie eine Weise, wie Gott in die Welt kommt. „Du wolltest dort du selbst sein“, betet sie. In der Metro und auch an meinem Esstisch.

Der Weg in die Gegenwart

Innehalten. Den Blick ruhen lassen. Weitergehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.