31.10.24 Übergänge. Herbstblog

Donnerstag, 31. Oktober

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Das Gedicht – von Hanns-Dieter Hüsch

Aus: Segen zum Frieden

Gott, der Herr, mache uns wieder anfällig 
für seine Geschichte, die nicht von dieser Welt ist,
nicht erklärbar, keine Diskussionen braucht,
und uns doch tröstet, hoffen läßt, Mut macht,
frohgemut macht.
Und alles in allem Kraft gibt
und uns Zuversicht schenkt.

«Friede sei mit euch –
fürchtet euch nicht!»
Warum bewegen mich diese Worte so tief?
Weil sie so schwer zu glauben sind?
Weil sie so schwer zu machen sind?
Nein, weil sie mich aufrecht halten
in äußerst geschichtlicher Zeit.
Und mich an die Worte des Chrisostomos erinnern:
«Das Kreuz wie eine Krone tragen.»
So möge Gott, der Herr, uns über alle Zeiten und
Gezeiten hinwegführen fröhlichen Herzens,
weil wir seinen Frieden in uns tragen,
der uns mit allen und allem versöhnt,
weil seine Liebe in uns wohnt,

Ein Impuls

Segen, ein gutes Wort, braucht es auch heute. Mit dem Segen von Hanns – Dieter Hüsch endet der Herbstblog. Zum Übergang in den November gibt es morgen ein Lied. Der Impuls heute: Der Segen von Hüsch.

Der Weg in die Gegenwart

Im Atem bleiben. 

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Quelle

Hanns-Dieter Hüsch, Segen zum Frieden, zitiert nach Paul Konrad Kurz: Höre Gott! Psalmen des Jahrhunderts.