28.10.24 Übergänge. Herbstblog

Montag, 28. Oktober

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Das Gedicht – von Paul Celan

Einmal
da hörte ich ihn, da wusch er die Welt,
ungesehn, nachtlang,
wirklich.

Eins und Unendlich,
vernichtet,
ichten.
Licht war. Rettung.

Ein Impuls

Wie ein Maler mit dem Pinsel Farbe auf die Leinwand aufträgt, so malt Paul Celan mit Worten, ändert sie und kombiniert sie, dass eine neue Farbe entsteht. vernichtet – ichten – Licht. Aus dem Ich, das um sich kreist, wird Weite.

Der Weg in die Gegenwart

Im Atem bleiben. 

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Quelle

Paul Celan, ohne Titel, zitiert nach Paul Konrad Kurz: Höre Gott! Psalmen des Jahrhunderts.